Betreutes Wohnen
Ratgeber

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Betreutes Wohnen - Ratgeber für Seniorenwohnen

Barrierefreies Wohnen, betreutes Wohnen, Senioren-WG, Pflegeheim, Seniorenresidenz – das Wohnen im Alter hat viele Facetten. Unser Ratgeber für Seniorenwohnen deckt alle Bereiche ab und beantwortet die dazu gängigsten Fragen ausführlich.

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BARRIEREFREIES WOHNEN.

Das Leben ohne Hindernisse in den eigenen vier Wänden ist nicht nur für Menschen, deren Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist, sehr angenehm. Auch für jüngere Menschen ist Barrierefreiheit ein echter Wohnkomfort. Denn auch junge und vitale Menschen tragen ungern die Getränke und den Kinderwagen ohne Aufzug in den fünften Stock. Durch barrierefreies Bauen werden Schnitt und Ausstattung von Gebäuden und Wohnungen auf die Bedürfnisse älterer oder in ihrer Beweglichkeit eingeschränkter Menschen ausgerichtet. Taster, Schalter und Griffe sind problemlos erreichbar, Zugänge, auch der zur Dusche, sind bodengleich und Durchgänge sowie Stellplätze ausreichend bereit. Die Wohnungen sind stufenlos erreichbar und in mehrgeschossigen Gebäuden gehört ein Aufzug zum Standard. Erforderliche Umbaumaßnahmen können gegebenenfalls mit Mitteln aus der Pflegeversicherung finanziert werden.

Sollten in Ihrer Wohnung Umbaumaßnahmen erforderlich werden, können diese gegebenenfalls mit Mitteln aus der Pflegeversicherung finanziert werden.


BETREUTES WOHNEN.

So viel Eigenständigkeit wie möglich – so viel Hilfe wie nötig. Betreutes Wohnen kommt dem Wunsch nach Eigenständigkeit bis ins hohe Alter nach. Grundsätzlich ist betreutes Wohnen an keine bestimmte Wohnform gebunden. Oft wird betreutes Wohnen in Wohnparks angeboten, die über mehrere Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen verfügen und im Erdgeschoss einen ambulanten Pflegedienst beherbergen, der bei Bedarf eine Vielzahl an Diensten anbietet.

Unter Ambulant betreutem Wohnen versteht man die Pflege und Unterstützung durch Einzelfallhelfer in der eigenen Wohnung.


DIE EIGENEN VIER WÄNDE.

Wenn die Kinder aus dem Einfamilienhaus im Grünen ausgezogen sind, zieht es viele Senioren zurück in die Stadt. Sie verkaufen ihr Haus und kaufen eine Eigentumswohnung. Es muss ja nicht gleich eine Wohnung sein, bei der betreutes Wohnen angeboten werden. Aber barrierefrei sollte sie schon sein. Sollten Sie sich mit diesem Gedanken tragen, so beachten Sie bitte, dass der Erwerb von (unbeweglichem) Eigentum eines notariellen Vertrages, der sogenannten Auflassung, bedarf. Erst mit der Eintragung ins Grundbuch ist der Eigentumserwerb dann endgültig unter Dach und Fach.


HAUS DER GENERATIONEN.

Jung und Alt unter einem Dach. Das gemeinsame Wohnen verschiedener Generationen in einem Mehrgenerationenhaus basiert auf dem Grundsatz Jung hilft Alt – Alt hilft Jung. Hier lebt niemand anonym, die Hausgemeinschaft steht in engem Kontakt und hilft sich wechselseitig. So bieten die Jüngeren beispielweise Hilfe bei der Haushaltsführung und bei kleineren Handwerkerarbeiten oder Unterstützung im Pflegefall an. Die jüngere Generation profitiert im Gegenzug gern vom Erfahrungsschatz der Senioren oder greift auf deren Hilfe bei der Kinderbetreuung zurück. Die konkrete Form der gegenseitigen Unterstützung wird in der Regel vor dem Einzug frei verabredet. Der Begriff Mehrgenerationenhaus wird zunehmend auch für Nachbarschaftstreffpunkte verwendet. Dort treffen sich Jung und Alt zu gemeinsamen Veranstaltungen.


APPARTEMENT FÜR SENIOREN.

Gut vorbereitet auf die Tücken des Alters. Von einem Seniorenappartement darf die Rede sein, wenn Lage und Ausstattung der Wohnung bestimmte Voraussetzungen erfüllen. So sollten soziale, gesundheitliche oder hauswirtschaftliche Dienstleister – also Arztpraxen, Apotheke, Friseur, Einkaufsmöglichkeiten oder Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel – nah gelegen und damit gut erreichbar sein. Die Wohnung selbst sollte stufenlos zugänglich und altengerecht ausgestattet sein. Dazu gehören beispielsweise schwellenlose Türen, die ausreichend breit sind, Stellplätze für Rollatoren und Rollstühle, Haltevorrichtungen im Bad, eine Sprechanlage und eventuell auch ein Hausnotruf. Seniorenappartements können auch in einem Seniorenheim angeboten werden. Betreutes Wohnen kann in dieser Wohnform natürlich auch integriert sein.


WOHN- UND HAUSGEMEINSCHAFT.

Wenn die Chemie stimmt: Gemeinsam statt einsam. Die Vorteile einer Senioren-Wohngemeinschaft liegen auf der Hand und können in einem Wort zusammengefasst werden: Gemeinsam. Gemeinsam wird gekocht, gegessen oder geputzt. Fern geschaut und gelacht. Ob es sich um die Probleme eines Mitbewohners mit dem Behördendschungel handelt oder um die Organisation der eigenen Pflege – gemeinsam lässt sich der Alltag besser bewältigen, seine Probleme leichter lösen. Denn „Viele Köpfe wissen mehr als einer“ und „Viele Hände machen bald ein Ende“. Wem der Sinn gerade nicht nach Gemeinschaft steht, dem bleibt das eigene Zimmer, die eigene Privatsphäre, als Rückzugsort. Senioren-Wohngemeinschaften können aus eigener Initiative gegründet und in Eigenregie geführt werden, aber auch von Sozialdiensten oder Wohlfahrtsverbänden betreut sein. Ganz ähnlich in einer gut funktionierenden Hausgemeinschaft. Zwar leben die Mieter hier in eigenen Wohnungen, doch wird sich auch hier niemand scheuen, mit einem Problem oder Hilferuf beim Nachbarn zu klingeln.


SENIORENRESIDENZ.

Der Name ist Programm. Was teuer klingt, muss nicht unbedingt teuer sein – Seniorenresidenzen finden sich in allen Preislagen. Dennoch dürfen Sie hier gehobenes Niveau erwarten. Die Mieter wohnen in eigenen, seniorengerechten und abschließbaren Appartements, so eigenständig wie gewünscht. Gleichzeitig wird die Gemeinschaft der Bewohner durch kulturelle Angebote gefördert. Bei Bedarf finden Sie für die Organisation ihres Alltags oder bei eventuell anstehender Pflege jederzeit einen kompetenten Ansprechpartner. „Eine Seniorenresidenz ist eine Wohneinrichtung für ältere Menschen im Rahmen des Heimgesetzes, die in Gemeinschaft und gleichzeitig in einer eigenen Häuslichkeit in Sicherheit leben und wohnen wollen. Sie zeichnet sich durch gut ausgestattete, altengerechte, abschließbare Wohnungen in unterschiedlicher Größe sowie durch eine Vielzahl an klar definierten, individuell wählbaren und qualitativ hochwertigen Serviceangeboten aus. Mindeststandard einer Residenz sind also ein großzügiges Ambiente, ein kulturell auf die Bewohner zugeschnittenes Angebot, freie Wählbarkeit der Angebote, Verlässlichkeit und gesichert hohe Qualität der Serviceleistungen.“


WOHNRECHT.

Trotz Übertragung der Immobilie: Lebenslang zu Hause. Zur Einräumung eines lebenslangen Wohn-und Nutzungsrechts kommt es häufig, wenn ein Eigentümer seine Immobilie an Verwandte überträgt. Es bedarf der Eintragung durch einen Notar im Grundbuch und kann an bestimmte Bedingungen geknüpft sein. Das lebenslange Wohnrecht erlischt übrigens nicht, wenn der Wohnberechtigte es nicht mehr in Eigennutzung wahrnehmen kann, zum Beispiel nach seinem Umzug in ein Pflegeheim. Es erlischt erst mit seinem Tod oder nach seiner Zustimmung, bei Eintritt einer vorher festgelegten Bedingung oder wenn die Räume nicht mehr nachhaltig bewohnbar sind.