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Gemeinsam alt werden – auch bei Pflegebedürftigkeit

18. Mai 2018

    Ob es eine Sandkastenliebe ist, die schon in jungen Jahren mit einer Ehe besiegelt wurde, oder ein spätes Glück: Wenn ein Paar sich gefunden hat, möchte es so lange wie möglich zusammenbleiben. Doch was, wenn ein Partner im Alter pflegebedürftig wird? Viele fürchten, dass dieser dann ins Pflegeheim muss und den anderen nur noch stundenweise sieht. Den Partner zu Hause selbst zu pflegen, traut sich schließlich nicht jeder zu, selbst wenn ein ambulanter Pflegedienst unterstützt. Unter manchen Umständen ist das ohnehin nicht möglich – ob aufgrund des Zustands der Wohnung, die vielleicht gar nicht barrierefrei umgestaltet werden kann, oder weil der Gesundheitszustand beider Partner es nicht zulässt. Doch es gibt andere Möglichkeiten.

     

    Gute Planung ist wichtig

     

    Viele betreute Einrichtungen für Senioren, die flexibel buchbare Service- und Pflegepakete anbieten, nehmen auch pflegebedürftige Personen mit ihrem gesunden Partner auf. So kann ein Paar zusammenbleiben und den Umzug gemeinsam stemmen. Gerade für Demenzpatienten ist das viel wert, wenn sich die Umgebung stark verändert, und die Gegenwart des geliebten Partners weiß wohl jeder zu schätzen. Gleichzeitig stehen die Fachkräfte der Einrichtung rund um die Uhr zur Verfügung, wenn Unterstützung benötigt wird.

     

    Allerdings sollte ein solcher Umzug gut geplant werden. Wichtig sind einerseits die finanziellen Aspekte – der gesunde Partner erhält beispielsweise keine Leistungen von der Pflegeversicherung. Ein Paar, das vor einer solchen Entscheidung steht, sollte deshalb mehrere Angebote einholen und vergleichen. Wichtig ist auch, was geschieht, wenn der pflegebedürftige Partner zu einem späteren Zeitpunkt eine umfassendere Unterstützung benötigt. Bei manchen Einrichtungen ist für diesen Fall ein Pflegezentrum angeschlossen, was eine solche Veränderung selbstverständlich einfacher macht. Zudem sollten in Frage kommende Einrichtungen vorab besucht werden, damit beide Partner sich mit den Räumlichkeiten vertraut machen können und ein Gefühl dafür entwickeln, ob sie sich dort wohlfühlen werden.

     

    Pflegeheimverträge vorausschauend abschließen

     

    Selbst wenn beide Partner pflegebedürftig sind und einen Heimplatz benötigen, kann ein Paar unter Umständen zusammenbleiben. Allerdings gibt es keinen Rechtsanspruch auf ein Doppelzimmer. Deshalb sollten sich Betroffene vorher bei mehreren Heimen erkundigen, ob diese überhaupt Doppelzimmer anbieten und wann eines frei wird. Haben sie einen gemeinsamen Heimplatz gefunden, ist vielen Paaren ein Vertragsdetail besonders wichtig: Was geschieht mit dem zweiten Bett, wenn einer der Partner früher stirbt? Oft besteht hier kein Grund zur Sorge – gegen ein zusätzliches Entgelt kann häufig festgelegt werden, dass in diesem Fall kein Fremder ins Zimmer kommt, sondern das Bett unbelegt bleibt.