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Familiäre vs. stationäre Pflege

12. Juli 2017

    Viele ältere Menschen kommen irgendwann an einen Punkt, an dem sie Unterstützung im alltäglichen Leben benötigen. Dann ist es an der Zeit, über das persönlich passende Pflegeangebot nachzudenken. Meist stehen dabei die familiäre Pflege zu Hause oder die stationäre Pflege in einer Einrichtung zur Debatte.

    Lebensabend in vertrauter Umgebung

    Die meisten Menschen wollen so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben und dort auch gepflegt werden. Oftmals wird die Betreuung von Familienmitgliedern übernommen. Das stärkt die Bindung zueinander. Zudem ist bei geistigen Erkrankungen wie Demenz der Verbleib im gewohnten Umfeld positiv für den Betroffenen. Er kann sich dort besser zurechtfinden und sein Erinnerungsvermögen wird angeregt.

    Allerdings müssen die Angehörigen oft pausenlos verfügbar sein, was für sie eine große physische und psychische Belastung darstellt. Insbesondere die Pflege von Demenzkranken erfordert besondere Rücksicht und kann an die Substanz gehen. Die Betroffenen können ebenfalls unter der Abhängigkeit von ihrer Familie leiden. Hinzu kommt eine mögliche Vereinsamung, wenn sie nicht mehr selbst mobil sind.

    Pflege rund um die Uhr

    Ein Platz in einer spezialisierten Einrichtung, wie zum Beispiel einem Pflegeheim, bietet sowohl den Betroffenen als auch der Familie Sicherheit. Dort ist eine professionelle Ganztagsbetreuung gewährleistet, die auf individuelle Bedürfnisse eingeht. Gemeinsame Mahlzeiten, Betreuungsangebote und Ausflüge ermöglichen soziale Kontakte unter den Bewohnern.

    Schwierig ist es jedoch, als Betroffener und Angehöriger bei der Auswahl der Einrichtung die Qualität der Pflege zu beurteilen. Hinzu kommen die Kosten, die je nach Pflegegrad unterschiedlich hoch ausfallen.

    Damit die Pflege für alle Beteiligten optimal gestaltet werden kann, ist eine offene Diskussion in der Familie wichtig. Neben den Wünschen des Pflegebedürftigen sollten dabei auch die Lebensumstände der anderen Familienmitglieder berücksichtigt und Informationen über mögliche Pflegeheime eingeholt werden.