Aktuelle
Blogbeiträge

Altersgerecht wohnen ‒ ohne Umbau

9. August 2017

    Wenn das Alter und daraus entstehende gesundheitliche Probleme das Leben in den eigenen vier Wänden erschweren, befürchten viele Menschen, in ein Pflegeheim umziehen zu müssen. Doch es gibt einfache und kostengünstige Maßnahmen zur barrierearmen Umgestaltung der eigenen Wohnung.

    Reduzieren statt Einschränken

    Mit Möbeln überfrachtete Räume und vollgestopfte Schränke sind nicht nur ein Hindernis im Alltag, sondern belasten auch die Psyche. Wer ausmistet gewinnt neben Platz und Überblick ein neues Raumgefühl. Die freigewordenen Flächen können dann mit neuen Möbel sinnvoll genutzt werden: zum Beispiel für eine Sitzgelegenheit im Flur zum Schuhe an- und ausziehen. Ein Sitzplatz in der Küche entlastet bei den Vorbereitungen zum Kochen.

    Vorsorge schafft Sicherheit

    Für jedes Zimmer sollte konkret überlegt werden, wo sich Schwellen und Barrieren reduzieren lassen. Um Unfälle zu vermeiden, sollten beispielsweise scharfe Kanten und Ecken mit einem Schutz versehen werden. Gummimatten mit Saugnäpfen in der Wanne oder Dusche dürfen auch nicht fehlen. Die Kanten und Fransen von Teppichen sind Stolperfallen, die mit Klebeband oder einer Anti-Rutsch-Matte beseitigt werden können. Für Orientierung sorgt eine kontrastreiche farbliche Gestaltung der Wohnung, mit denen Schwellen und Treppenstufen besser zu erkennen sind. Im Bad erleichtern Haltegriffe und ein feststehender Hocker in der Dusche oder Wanne die Mobilität. Für die Toilette empfiehlt sich eine Sitzerhöhung mit integrierter Armlehne.

    Das Bedienen von Geräten wird durch eine einfache Anleitung in großen, gut lesbaren Buchstaben erleichtert, die beispielsweise neben dem Fernseher hängt: 1. TV einschalten, 2. Receiver einschalten, 3. AV-Taste drücken, 4. Sender wählen.

    Außerdem ist es hilfreich, sich Fragen zu stellen, um den Alltag zu erleichtern, zum Beispiel: Können Sie alle Haushaltsgegenstände problemlos erreichen und nutzen? Dabei sollten immer die persönlichen Fähigkeiten des Betroffenen im Mittelpunkt stehen, um das Umfeld an seine individuellen Bedürfnisse anzupassen.